SCHAUSPIEL ALS CHOREOGRAFISCHE PRAXIS

Ein Blick, eine Geste, die Bewegung des Körpers am Platz und im Raum, das Sprechen von Wörtern, Sätzen, - all diese Vorgänge, als Bestandteile einer jeden schauspielerischen Handlung, können wir - als Veränderungen in Raum und  Zeit verstanden-  choreografisch / kompositorisch betrachten und damit auch interdisziplinär verständlich machen .

Die O-W Fragen

 Inspiriert von den sogenannten "W- Fragen", die Lee Strasberg als Hilfestellung zur Arbeit an fiktiven "Figuren" formulierte (Wer bin ich, Wo befinde ich mich, Was mache ich dort? und Was ist vorher geschehen) füge ich mit den "O-W Fragen" die Moglichkeit hinzu, für die Darsteller_in selbst, in seiner_ihrer realen Situation- der Darstellung/ des Spiels/ des Körpers auf einer Bühne-konkrete Handlungen und Pausen zu initiieren, zu inspirieren und zu definieren.
Ob, Wo, Wann, Wer, Wie, Was und Warum - diese Fragen werden an jede theatrale/performative Handlung gestellt und in beliebiger Reihenfolge, Genauigkeit und Vollstandigkeit bearbeitet.
 Die Aufmerksamkeit richtet sich durch die "O-W Fragen" sowohl auf die eigenen performativen Handlungen als auch auf die Komposition der raumlichen und zeitlichen Beziehungen zu den Anderen, also auf die Aspekte des Zusammenspiels. 


TOOL &TO DO BOX

Mit der Tool und To Do Box entsteht ein Werkzeugkoffer mit spielerischen Inspirationswerkzeugen zur künstlerischen Selbstermächtigung.
 Er enthält verschiedene aleatorische Werkzeuge, mit deren Hilfe Handlungsanweisungen und Aufträge für die eigenständige Arbeit generiert werden können und ermutigt die Spielenden, die Perspektive der inszenierenden Instanz selbst einzunehmen. 

Für darstellende Künstler_innen, die Denken und Spielen nicht als Gegensatz begreifen, die unabhängig von Arbeitsweise, Aufführungsformat und Ästhetik-, Aufgaben für sich selbst entwickeln wollen oder die Zusammenarbeit mit anderen Künsten suchen.